Interview des Monats: Januar 2011 - Kai interviewt Günni! Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Kai Staschul   
Mittwoch, 09. Februar 2011 um 15:44 Uhr

Hallo Günther....

...so, Dich hat die Wahl getroffen und nu bist Du fällig für das 1. Interview des Monats. Was erwartest Du denn so an Fragen?


Günther: Egal, ich werde versuchen jede Frage zu beantworten denn das ist mir wichtig.

Kai: Na, schau’n mer mal was so kommt Smile Fangen wir erst mal mit 'nen paar Standards an: Wie lange bist Du eigentlich schon im Verein und wie bist Du zum SV Kettwig 1907 gekommen?

Günther: Bald bin ich 30 Jahre im SV Kettwig 1907 und unsere Kinder Silke und Sven haben uns sozusagen in den Verein gebracht. Ich bin auf der 1. Jahreshauptversammlung an der ich teilnehmen durfte sportl. Leiter und Schwimmwart geworden.

Kai: Mittlerweile bist Du 1. Vorsitzender. Was macht denn für Dich den Reiz 1.Vorsitzender zu sein aus??

Günther: Reiz?! Als sportlicher Leiter habe ich sehr viel gemacht. Bei ca. 25 Wettkämpfen im Jahr, das heißt mathematisch jede ca.2te Woche war ich mit den Aktiven unterwegs. Die Wettkämpfe wurden vor und nachbereitet und das Training in der Halle musste organisiert werden. Da blieb nicht viel an freie Zeit für einen selber. Wir, meine Frau Petra und ich, wollten zurück ins 2te Glied. Meine Frau hat den Posten als Vorsitzende abgegeben und ich den Posten als sportlicher Leiter und Schwimmwart. Die Aufgaben die so ein Verein inne hat, können die meisten von außen nicht erkennen.

So ein Verein ist nicht so einfach zu führen und zu lenken. Der damalige gew. Vorstand hat mir in seiner Amtszeit nicht den Eindruck vermittelt das er sich der Vereinsarbeit in allen Belangen bewusst war. Das hat dazu geführt, dass ich mich im Jahr 2010 erstmalig der Wahl zum 1. Vorsitzenden gestellt habe. Diese Aufgabe ist anders als so eine sportliche Leitung eines Vereins. Hier wird auch sehr viel Zeit benötigt um die anfallende Arbeit leisten zu können. Aber ich bin nicht jede 2 Woche in der Halle und ich kann so mit meiner Frau andere Dinge tun die wir lange nicht getan haben.

Kai: Wenn mal Spiele-schwimmen ist, bemerkt man schon ab und zu Deinen "Hammer" beim Wurf mit dem Ball. Du warst mal Wasserballer. Hab ich ja jede Menge Respekt vor. War das eine harte oder ein schöne aktive Zeit?

Günther: Zuerst: Es war eine sehr schöne Zeit. Und hart, es war mal ein Männersport. Und im Männersport geht es halt etwas deftiger zu. Wobei ich mir die Frage in diesem Zusammenhang stelle: Warum müssen die Frauen den Männer immer alles nach machen. Es sind doch so tolle Geschöpfe und wollen/sind doch immer schlauer oder wollen es zumindest sein. Und dann alles nachmachen?!

Kai: Bis zum letzen Jahr warst Du ja auch noch Mitglied im Vorstand des Bezirks Ruhrgebiet. Erzähl doch mal wie lange Du da dabei warst und was dich da so im Laufe der Jahre am meisten bewegt hat.

Günther: Über 20 Jahre war ich in diesem Vorstand aktiv. Erst als Vorstandsmitglied mit den Aufgaben Schule und Verein betraut und später als 2ter Vorsitzender. Immer wieder bewegen mich die Kinder und die heranwachsenden Jugendlichen. Es sind nach langer Diskussion in den unterschiedlichen Gremien auf Verbands-/SV NRW Ebene endlich Rahmentrainingspläne entwickelt worden, die der persönlichen Entwicklung des Heranwachsenden gerecht werden. Übrigens: Dieses wird seit langem  im SV Kettwig 1907 gepflegt. Bei den Schulwettkämpfen auf Stadt- und Kreisebene habe ich mich in den Unterausschüssen dafür eingesetzt und meine Mitarbeit wurde dadurch belohnt das ich gegen Ende der Trennung zwischen Ost-/Westdeutschland am Bundesfinale der Schulen in Berlin teilnehmen durfte. Im Jahr 1989 durfte ich die damalige jugoslawische Wasserballmannschaft für 2 Wochen in Bonn betreuen was mich sehr stolz gemacht hat. Bedingt durch die Krankheit meiner Frau und der grundsätzlichen Überlegung unser Leben etwas anders gestalten zu wollen habe ich den Posten schweren Herzens in neue Hände gelegt.

Kai: Kommen wir mal wieder zum SVK. 4 reine Wettkampfmannschaften, 1 Nachwuchstruppe, 1 Truppe "auf dem Weg" zu den Masters, 1 Truppe Masters und dazu noch reichlich Kinder und Jugendliche, die bei uns das Schwimmen lernen möchten und sich fit halten. Wie zufrieden bist Du mit dem schwimmerischen Bereich des SVK?

Günther: Die Struktur im SV Kettwig 1907 ist gut aufgestellt. Wir müssen gucken wie es sich zukünftig entwickelt. Es gibt den Breitensport, die Nichtschwimmerausbildung (?) das Wort ist eigentlich widersinnig, denn Kinder in der Nichtschwimmerausbildung ? Mutter und Kindschwimmen Kleinkinderschwimmen, es fehlt leider die Aquafitnistruppe die wir mangels Personal einstellen mussten. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle den Wettkampfsport. wo die Aktiven tolle Ergebnis bringen. Leider werden diese Ergebnisse nicht entsprechend in den Medien gewürdigt. Selbst die besten Sportler im Schwimmen werden bei der Berichterstattung gegenüber allen anderen Sportarten nicht entsprechend gewürdigt. Oder haben wir in der Zeitung etwas darüber gelesen, dass die Deutschen Schwimmer/innen am letzten Wochenende einige Deutsche Rekorde beim Länderkampf in Rüttenscheid gegen England erschwommen haben?

Kai: Und zum Thema Beckenrand? Ein paar Nachwuchskräfte gibt es ja mittlerweile neben den "alten" Hasen. Wie beurteilst Du da unsere Lage?

Günther: Es hat sich in der letzten Zeit bezüglich Personal am Beckenrand etwas verändert. Aber es reicht nicht. Zusätzlich ist immer deutlicher zu erkennen, ohne Aufwandsentschädigung läuft so gut wie nichts mehr. Hier haben wir noch erhebliche Sorgen. Ohne Moos nichts los, lautet ein Sprichwort. Her müssen wir im Vorstand noch nach Lösungen und Mithilfe suchen.

Kai: Du bist ja schon ziemlich lange dabei und wie es nun mal so ist, die Welt verändert sich stetig. Selbst ich junger Hüpfer *hüstel* bemerke schon eine Wandel in so manchen Grundeinstellungen. Vieles davon erschwert es einem schon das Vereinsleben wie man es eigentlich mit einem Verein verbindet aufrecht zu erhalten. Wo siehst Du denn die größten Herausforderungen in den nächsten Jahren auf uns zu kommen? Gibt es denn auch was Positives aus Deiner Sicht?

Günther: Das was ich anderer Stelle bereits ausgeführt habe findet sich hierunter auch ein. Die finanzielle Unterstützung der Übungsleiter und Helfer ist für mich ein großes Thema. Weiterhin muss unser Vereinsleben lebhafter gestaltet werden. Neue Sport- und Freizeitangebote müssen aufgelegt werden. Hierbei darf man die immer älter werdende Generation nicht vergessen. Nach der geltenden Satzung des SV Kettwig 1907 dürfen wir jeden Sport anbieten. Ein erster Versuch läuft schon jetzt recht positiv an. Durch Ina Büdeker haben wir jemanden gefunden die uns dabei unterstützt. Mit Muskelentspannung nach Jacobsen und Autogenes Training ist uns der 1. Einstieg gelungen.

Kai: Jetzt noch mal was zum sportlichen. Wie beurteilst Du denn unsere Wettkampftruppe?

Günther: Die Truppen sind prächtig und schwimmerisch gut aufgebaut. Wir benötigen aber noch ein paar gute Schwimmer/innen in den jüngeren Jahrgängen 2001 und jünger. Denn das soll mal der Unterbau für den Verein werden. Bei der letzten Veranstaltung in Bottrop ist mir das Gefühl so vermittelt worden Dort schwammen schon die Jahrgänge 2003 und älter.

Kai: So, jetzt bekommste noch ein paar Aufgaben von mir: 1. Mach bitte mal einen Vorschlag für die nächsten Kandidaten zum Interview des Monats. Dann bitte noch eine Frage an mich und zum Schluss hast Du noch mal das Wort zu einem Thema Deiner Wahl:

Günther:
    Vorstand: Ilka
    Beckenrand: Sven
    Trainingsgruppen: Naomi Böhm
    Trainingsgruppen: Markus Hanssler
    Zwischenkader: Markus Brosch
    Master: Kai

    Frage an Kai: Wie ist es so als sportlicher Leiter im Verein. Fühlst du dich dort wohl?

Kai: Ohja, sauwohl! Zumindestens was unseren Wettkampf Bereich betrifft, den ich schon gewaltig in mein Herz geschlossen habe. Viel zu tun ist's schon und das ein oder andere mal gibt's auch schon mal "haue" zu hause deswegen. Aber, irgendwann sind wir so gut aufgestellt, dass ich quasi nur noch die Füße auf den Tisch lege und alles andere läuft von ganz alleine Mr. Green Ich arbeite dran Wink

Schlusswort von Günther: Ich persönlich wünsche mir und meiner Frau noch viel Gesundheit und Glück. Den Sportlern den Erfolg den sie sich wünschen. Dem SV Kettwig 1907 immer Wasser im Becken. Den Verantwortlichen des Vereines gutes Gelingen in ihrem Tun und Handeln. Einmal einen Deutschen Meistertitel zu haben und wenn es im Synchronschwimmen ist. HAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!!!!!!!!

Kai: Herzlichen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast und schon mal viel Spaß dann bei Deinem Interview des Monats Februar Wink

 
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